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Ratgeber

Nischen-Edit oder Gastbeitrag: der Unterschied

4 Min. Lesezeit

Nischen-Edit oder Gastbeitrag: der Unterschied

Zwei Wege zu einem Link auf einer fremden Website: der Eintrag in einem bestehenden Beitrag oder ein neuer Artikel. Wir erklären Aufwand, Kontrolle und Risiken beider Varianten.

Wer einen Link auf einer fremden deutschsprachigen Website platzieren lassen möchte, begegnet meist zwei Begriffen: Nischen-Edit und Gastbeitrag. Beide führen zu einem Verweis auf Ihre Seite, doch der Weg dorthin unterscheidet sich deutlich. Dieser Beitrag erklärt beide Varianten und hilft Ihnen, die passende zu wählen.

Was ein Nischen-Edit ist

Bei einem Nischen-Edit wird ein Link in einen Beitrag eingefügt, der bereits auf der Seite steht. Der Artikel ist schon veröffentlicht und behandelt ein Thema, das zu Ihrem Angebot passt. Ein Redakteur oder Seitenbetreiber ergänzt einen Absatz oder einen Satz mit Ihrem Verweis. Ein Beispiel: Ein Ratgeber über Gartengeräte bekommt einen Hinweis auf einen Onlineshop für Gartenzubehör, und zwar an der Stelle, an der das Thema ohnehin behandelt wird.

Wichtig ist, dass der Zusatz zum Text passt. Ein Verweis, der erkennbar nachträglich eingefügt wurde und den Lesefluss stört, wirkt unnatürlich und hilft weder den Lesern noch Ihrer Seite.

Der Vorteil liegt im thematischen Zusammenhang. Der Link steht in einem Text, den Leserinnen und Leser schon kennen. Der Nachteil: Sie haben wenig Einfluss auf den umgebenden Text, und der Beitrag kann später überarbeitet oder entfernt werden. Details zu unserem Vorgehen finden Sie auf der Seite Nischen-Edits.

Was ein Gastbeitrag ist

Ein Gastbeitrag ist ein neuer Artikel, der eigens für eine fremde Website geschrieben wird. Er enthält einen oder mehrere Verweise auf Ihre Seite. Sie oder ein Autor liefern den Text, der Seitenbetreiber prüft ihn und veröffentlicht ihn. Dadurch können Sie ein Thema selbst setzen und den Link sauber in die Argumentation einbetten.

Dafür ist der Aufwand höher. Der Text muss echten Mehrwert bieten, sonst lehnen seriöse Seitenbetreiber ihn ab. Zudem ist ein neuer Beitrag zunächst ein einzelner Artikel ohne Geschichte auf der Seite. Auch hier gilt: Ein Gastbeitrag ist nur so gut wie der Inhalt, den er liefert.

Achten Sie bei Gastbeiträgen darauf, dass der Beitrag nicht nur aus Werbung besteht und der Verweis eine echte Ergänzung ist. Texte, die erkennbar nur wegen des Links entstehen, wirken beliebig und werden von seriösen Seitenbetreibern meist abgelehnt.

Die Varianten im Vergleich

  • Aufwand: Der Nischen-Edit braucht in der Regel nur eine kurze Textergänzung. Der Gastbeitrag verlangt einen vollständigen Artikel.
  • Kontrolle über den Text: Beim Gastbeitrag ist sie hoch, beim Nischen-Edit gering.
  • Themenbezug: Beim Nischen-Edit ist der Kontext vorgegeben und muss passen. Beim Gastbeitrag entsteht er durch den Text.
  • Beständigkeit: Beide Varianten hängen davon ab, dass der Seitenbetreiber den Beitrag stehen lässt. Eine dauerhafte Platzierung lässt sich nicht versprechen.
  • Abstimmung: In beiden Fällen sollten Ankertext, Zielseite und Linkattribut vorab schriftlich festgelegt werden.

Die Liste zeigt, dass keine Variante grundsätzlich überlegen ist. Entscheidend ist, was Sie vorhaben, wie viel Einfluss auf den Text Ihnen wichtig ist und wie viel Aufwand Sie einplanen. Fragen Sie im Zweifel nach einem konkreten Beispiel für die geplante Platzierung, bevor Sie sich festlegen.

Wann welche Variante passt

Ein Nischen-Edit eignet sich, wenn auf der Zielseite bereits ein Artikel existiert, der thematisch eng zu Ihrem Angebot steht, und Sie einen einzelnen Verweis suchen. Er passt auch, wenn Sie kein eigenes Textbudget einplanen möchten.

Ein Gastbeitrag lohnt sich, wenn Sie ein Thema besetzen wollen, zu dem es auf der Zielseite noch nichts gibt, oder wenn Sie Ihre Fachkenntnis zeigen möchten. Für Agenturen kann er sinnvoll sein, wenn mehrere Kunden jeweils eigene Themen brauchen. Eine Mischung beider Wege ist ebenfalls möglich. Wie Agenturen die Ergebnisse an ihre Kunden weitergeben, beschreibt die Seite White-Label für Agenturen.

Risiken und Grenzen

Unabhängig von der Variante gilt: Das Kaufen oder Tauschen von Links, um Rankings zu beeinflussen, kann gegen die Spam-Richtlinien von Google zu Linkschemata verstoßen. Google kann Links abwerten oder manuell eingreifen. Sorgfältig ausgewählte und thematisch passende Seiten senken das Risiko, sie nehmen es aber nicht weg. Ob es zu Ihrem Vorhaben passt, entscheiden Sie selbst.

Fragen Sie vor jeder Zahlung nach den konkreten Seiten, nach dem Umfeld des geplanten Links und danach, was bei einer späteren Änderung des Beitrags vereinbart ist. Solche Regelungen gehören schriftlich in den Chat, bevor etwas berechnet wird. Wer noch schwankt, kann auf der Seite Backlinks bestellen eine Anfrage stellen und die Variante gemeinsam besprechen.

Hinweis: Suchmaschinen-Richtlinien und Werkzeuge ändern sich regelmäßig. Ein bestimmtes Ergebnis kann bei keiner Variante zugesagt werden.

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